Urlaub in der Schulzeit

Die Begrenzung der Möglichkeit, als Gemeindepfarrer/in Urlaub zu nehmen durch kirchliche Feste einerseits, durch Schulferien andererseits wurde bei einem Studientag des Pfarrkapitels Altdorf als Problem thematisiert. Wie können Vertretungsmodelle aussehen, die Urlaub während der Schulzeit möglich machen?

"Lebbarer Rahmen" im Probedienst

Bei einem Studientag mit den Mentoren der FEA (Fortbildung in den ersten Amtsjahren) wurden die speziellen Bedürfnisse der Dienstanfängerinnen und -anfänger herausgearbeitet. Als wichtig für einen lebbaren Rahmen im Probedienst wurde v.a. eine auf die besonderen Bedürfnisse dieses berufsbiographischen Abschnitts zugeschnittene Dienstordnung benannt und die Rückendeckung durch Dekan/in. Besondere Bedeutung hat der Prozess der Erstellung.

Machbarer Auftrag als Ziel

Ein "machbarer Auftrag" für den einzelnen Pfarrer, die einzelne Pfarrerin wurde beim Studientag im Prodekanat München-Süd als zentraler Wunsch genannt - statt Druck durch ein Übermaß an Aufgaben, wobei auch hier die Bereiche "Organisation" und "Bürokratie" zuerst genannt wurden. Als Entmündigung wurde empfunden, sich beim Dekan "abmelden" zu müssen.

Es kamen auch positive Erfahrungen mit neuen Modellen zur Sprache: In der Himmelfahrtgemeinde und in der Lutherkirche wurden Teamplanerfahrungen gesammelt, in letzterer wurden bis 2003 Erfahrungen mit einer Geschäftsführerin neben der Pfarramtsführerin gesammelt.

LKR richtet „fliegendes Predigerseminar“ ein

Die 25 Plätze im bayerischen Predigerseminar in Nürnberg sind zu knapp geworden. Darum hat der Landeskirchenrat beschlossen, zunächst zum 1. September 2015 eine zusätzliche Predigerseminars-Gruppe mit weiteren 15 Plätzen einzurichten. Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm bezeichnete den unerwartet starken Zugang zu den Ausbildungsplätzen für angehende Pfarrerinnen und Pfarrer als „ein sehr schönes Problem“.

Freiheit der Gestaltung

Beim Studientag im Dekanat Hof wurde die Gestaltungsfreiheit und die Möglichkeit, gabenorientiert zu arbeiten als wichtig benannt; sowohl als Grund, diesen Beruf gerne auszuüben als auch als Wunsch mit Blick auf die künftige Gestaltung. 

Als weitere Wünsche wurden eine Entlastung im Verwaltungsbereich und eine intensive Werbung um Pfarrersnachwuchs.

"Mehr Dienstleistung und weniger Vatikan"

Beim Studientag im Dekanat Bad Tölz wurden an Verbesserungswünschen vor allem eine bessere Unterstützung durch die Verwaltungsstelle in Bau-, EDV- und anderen Fragen genannt: "Diese Dinge halten uns von der Arbeit ab." Der Dekan fasst diesen Wunsch mit den Worten zusammen: "Wir wünschen uns mehr Dienstleistung und weniger Vatikan."

Dabei war die Gesamtzufriedenheit mit dem Pfarrberuf relativ hoch.

Mehr Geld für Geistliche Begleitung, Supervision und Coaching

Professionelle Beratung und Begleitung sind für alle Menschen wichtig, die in der Kirche arbeiten. Der LKR möchte es künftig noch leichter machen, diese Hilfen in Anspruch zu nehmen. Darum soll der Finanzrahmen für Supervision, Coaching und Geistliche Begleitung auf € 200.000 pro Jahr ausgeweitet werden. Es ist geplant, Gruppen- und Teamsupervision künftig in voller Höhe zu bezahlen und den Höchstbetrag für Zuschüsse zur Einzelsupervision auf € 800.- zu erhöhen. Die Entscheidung darüber wird die Landessynode im Herbst im Rahmen ihres Beschlusses über den Haushalt treffen.

Freiräume und Entlastungsmöglichkeiten

Beim Studientag im DB Passau wurde der Wunsch geäußert:"Die Landeskirche soll nicht alles regeln, sondern Freiräume lassen", auch und vor allem für kreative Entlasungsmöglichkeiten. Außerdem wurden qualifizierte Pfarramtsassistenten und ein Dienstauto und -handy als wichtige Unterstützungen benannt. Die Geschäftsführung von diakonischen Einrichtungen wie Kindergärten wurde als Teil des Pfarrersprofils angesehen.

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